Mammographie:

Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgen-Untersuchung zur Abklärung von Veränderungen der weiblichen (in seltenen Fällen auch der männlichen) Brust. Im Vordergrund steht die Früherkennung von  Brustkrebs, bevor es zu Beschwerden gekommen ist. Insbesondere noch nicht tastbare Tumore können durch eine Mammographie identifiziert werden. Die Mammographie kann keine Krankheiten verhindern,  aber in der Frühform sind viele Brustkrebsarten heilbar. 

Eine abklärende Mammographie ist notwendig: 

- bei einem tastbaren Knoten oder einer Verhärtung. 
- bei Schmerzen oder Hautveränderungen. 
- bei Lymphknoten in der Achselhöhle. 
- bei Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze. 
- bei Kontrolluntersuchungen nach Brustkrebs. 

Zur Früherkennung von Brustkrebs gehören mehrere Baustein: 

1. Die regelmäßige Selbstuntersuchung 
2. Die regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen 
3. Die Brustuntersuchung beim Radiologen anhand von 

a) Mammographie: 

Bereits kleinste Verkalkungen können durch die Mammographie erkannt werden, die hinweisend auf Brustkrebs sein können. Ebenfalls sind kleine Tumore im Millimeterbereich darstellbar. 
Durchführung der Untersuchung: Die Patientin steht aufrecht vor dem Untersuchungsgerät. Die Medizinisch-Technische Röntgenassistenten (MTRA) erklärt die Vorgehensweise. Die Brust wird mittels einer Plexiglasplatte in zwei verschiedenen Aufnahmeprojektionen komprimiert. Direkt nach der Aufnahme lässt der Druck automatisch nach. 
Die teils unangenehme Kompression ist äußerst wichtig für eine gute Bildqualität. Zudem vermindert diese die Strahlendosis. Nachdem zwei Aufnahmen je Brust angefertigt wurden, werden die Bilder nachverarbeitet und an den Arzt zur Befundungsstation übertragen.  Währenddessen wird vom Arzt eine Testuntersuchung durchgeführt und gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen. Das  Ergebnis der Untersuchung wird im Anschluss mit der Patientin besprochen. 

b) Ultraschall: 

Die Sonographie ist eine ergänzende Untersuchung, die bei bestimmten Fragestellungen einen weiteren Baustein zur Abklärung eines Befundes darstellt. Ultraschall ist kostengünstig und nicht belastend (keine Röntgenstrahlen). Insbesondere bei dichtem Brustdrüsenkörper und einem Tastbefund ist der Einsatz des Ultraschalls erforderlich. 

Das Ergebnis wird der Patientin direkt nach der Untersuchung mitgeteilt. Falls weiterhin Zweifel an einem Befund bestehen, wird zusätzlich eine feingewebliche Untersuchung (Biopsie) nach Absprache mit den gynäkologischen Kollegen im Hause durchgeführt. 

Vorbereitung auf die Untersuchung: 

Die Mammographie sollte etwa 1 Woche nach der Regelblutung erfolgen, da das Drüsengewebe in dieser Zyklusphase nicht so druckempfindlich ist. Eine Schwangerschaft sollte vor Erstellung der Mammographie (Röntgenstrahlung!) ausgeschlossen sein. 
Falls früher an einem anderen Ort bereits eine Mammographie durchgeführt wurde, sollten diese Voraufnahmen mitgebracht werden. 

Risiko der Untersuchung: 

Bei jährlich durchgeführten Mammographien ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko, durch die Strahlenbelastung der Mammographie an Brustkrebs zu erkranken um 0,036 %, ist somit verschwindend gering. Das natürliche Risiko ab dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs zu  erkranken, ohne dass eine Mammographie durchgeführt wurde, beträgt 12 %. Somit überwiegt der Nutzen hier bei Weitem. 

 

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